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Holzheizung

ökologische Heizsysteme

Holzvergaser Kessel


Das Heizen mit dem Brennstoff Holz ist wieder aktuell geworden, seitdem die Preise für Heizöl und Erdgas immer weiter ansteigen. Wer sich für den Brennstoff Holz entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass Holz mehrfach warm macht:

Von alleine wandert kein Stückchen Holz zum Heizkessel. Neben dem Einsatz von Muskeln und Zeit sollte auch eine gewisse Grundausstattung vorhanden sein: Motorsäge, Spaltaxt (geht auch hydraulisch), Anhänger, Lagerstätte und möglichst ein paar gute Freunde, die mit anpacken.
Wer seinen alten Öl- oder Gaskessel komplett entsorgt, um ganz auf Holz umzurüsten, muss wissen: 3000 Liter Heizöl entsprechen in ihrer Wärmeleistung etwa 15 Raummeter (ca. 8 Tonnen) Buchenholz!

Was ist die Holzvergasung ?

Die Holzvergasung ist eine verfahrenstechnische chemische Reaktion, die es ermöglicht, durch Pyrolyse oder Teilverbrennung unter Luftmangel ("unterstöchiometrische Verbrennung") aus Holz das brennbare Holzgas zu gewinnen. Dieses Gas wird unter anderem dazu benutzt, Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen anzutreiben. Die Generatoren wurden außen an die Karosserie gebaut oder als Anhänger mitgeführt. Die technische Anlage dazu, der Holzvergaser, auch Holzkohlevergaser, Holzgaserzeuger oder Holzgasgenerator, wird mit Brennholz befüllt. Durch Erhitzen entweicht aus dem Holz ein brennbares Gasgemisch (Holzgas), dessen brennbare Bestandteile hauptsächlich aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff sowie kleineren Anteilen von Methan und anderen Kohlenwasserstoffen bestehen.

Quelle: Text Wikipedia


Wird der Kessel angefeuert, wird dem Holz zunächst die Restfeuchte (sollte weniger als 20 % betragen) entzogen. Danach setzt die Holzvergasung ein. Die leichten Gas-Bestandteile werden bereits oberhalb der Brennerplatte vorverbrannt. Die Verbrennungsgase gelangen dann mit den noch unverbrannten Gasbestandteilen durch die glühende Holzkohle nach unten in eine Wirbelkammer, wo die schwer brennbaren Anteile bei hohen Temperaturen um 1100°C ebenfalls verbrannt werden. Anschließend erfolgt eine Nachverbrennung.
Wie alle Holzkessel benötigt auch ein Holzvergaserkessel eine Rücklaufanhebung, damit die Bildung aggressiver Kondensate und Teerablagerungen bei Rücklauftemperaturen unter 55°C vermieden werden. Zudem ist er wie alle Feststoffbrennkessel mit einer thermischen Ablaufsicherung versehen.

Für Holzkessel über 15 kW Leistung ist in Deutschland nach der BImSchV (Bundesimmissionsschutzverordnung) ein Puffer vorgeschrieben. Dieser dient sowohl dem Umweltschutz, da der Kessel stets bei Nennlast, also im optimalen Betriebszustand, arbeiten kann, als auch dem Komfort, da der Kessel nicht ständig angefeuert bleiben muss, sondern nur bedarfsweise zum Aufheizen des Pufferspeichers in Betrieb genommen wird. Die Puffergröße nach BImSchV muss mindestens 25 Liter je kW Kesselleistung betragen. In der Praxis sollte sie aber oberhalb 50 Liter je kW Kesselleistung liegen. Erst ab dieser Größe wird auch der entsprechende Komfort erreicht. Dazu sollte auch die Kesselleistung nicht zu klein gewählt werden, um vernünftige Pufferaufheizzeiten zu erreichen und auch im Hochwinter sowohl direkt ausreichend Heizleistung abnehmen als auch die Puffer aufheizen zu können.

Die aktuellen Förderungen entnehmen Sie bitte unserer Startseite oder von der Seite des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).


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